Die Eigenbauturbine mit 70 mm Läufer (Rudolf Kreutz)
______________________________________________________________________________________
 
  Allgemeines
___________________________________________________________________________________________________
 

In diesem Teil meiner Homepage will ich den Bau unserer Modellstrahlturbine mit Bildern und einigen kurzen Beschreibungen veröffentlichen. Ein Bauplan ist nicht vorgesehen.
Zunächst will ich unser Team einmal vorstellen. Wir sind 5 Modellbauer, die es sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam eine Turbine im Eigenbau zu erstellen. Jeder von uns hat verschiedene Möglichkeiten, in der Herstellung seinen Beitrag zu leisten.

An dieser Stelle möchte ich Sven Stöcker, Alfred Kittelberger und Otto Bruhn danken, ohne deren Hilfe das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.

Nachdem die Zeichnungen fertiggestellt waren und sich jeder eingearbeitet hatte, haben wir die einzelnen Aufgaben wie Material besorgen, drehen, fräsen, ... verteilt. Außerdem wurden die Kaufteile wie Lager, Verdichterräder und Turbinenräder bestellt. Hier lohnt es sich verschiedene Hersteller-Angebote geben zu lassen. Nicht selten lassen sich 50 bis 100 Euro sparen. Im nun folgenden Teil will ich Fotos und kleine Hilfestellungen für die Fertigung auflisten. Hier kann sich der interessierte Eigenbauer Tip's holen oder Vorschläge zur einfacheren Herstellung mir per Mail zusenden. Wenn eingesandte Vorschläge eine Verbesserung und Vereinfachung darstellen bin ich gerne bereit, diese hier ergänzend zu veröffentlichen.
Eine Sachen möchte ich noch loswerden. Der Auslöser, eine Turbine selbst zu bauen sollte nicht der Gedanke sein, Geld zu sparen. Die Arbeit und Zeit, die in einem solchen Projekt steckt kann nicht aufgerechnet werden. Es ist einfach nur der Spaß, den man bei der Sache hat und die Freude an einem selbstgebauten Antrieb. Dieses kann mir sicher jeder Motorenbauer bestätigen.


  Die Brennkammer
___________________________________________________________________________________________________
 

Nachdem man die Belochung auf ein Blatt Papier gebracht hat, klebt man dieses mit einem Klebestift auf den vorbereiteten Blechstreifen.

Brennkammer1

Nun körnt man alle Bohrungen an und bohrt diese mit einem kleinen Bohrer (2 mm ) an. Die Bohrungen, die später auch 2mm Durchmesser haben bohrt man gleich durch. Den Blechstreifen unterlegt man am besten mit einer Holzplatte. Alle anderen Bohrungen bohrt man mit dem vorgegebenen Durchmesser. Nachdem alles gebohrt ist, hutzt man die entsprechenden Löcher auf. Bitte alle Bohrungen auf eine Seite aufhutzen.

Brennkammer2

Den fertigen Blechstreifen drückt man über ein Rundmaterial schon etwas in Form. Dann legt man den Streifen um einen Kern mit dem passenden Innendurchmesser und spannt ihn mit einer Schlauchschelle fest. An dieser Stelle punktet man die Kammer und setzt den Kern auf die andere Seite. Auch hier Punktet man die Kammer. Dann wird der Mantel komplett zusammengepunktet und anschließend mit einem Gummihammer gerichtet. Nun sollte der Außendurchmesser dem Plan entsprechen.

Brennkammer3       Brennkammer4


  Das Turbinengehäuse
___________________________________________________________________________________________________
 

Das Turbinengehäuse fertigen wir aus alten, entleerten Campinggasdose. Am Ventiel wird die Dose vorsichtig geöffnet. Das geht am besten mit einem Seitenschneider. Wenn man die Dose soweit geöffnet hat, daß nur noch der äußere Rand des Ventieles steht, fällt man die Dose zur Sicherheit mit Wasser und schüttet dieses dann wieder aus. Nun sollte das ganze Gas draußen sein.

Gehäuse1  
So sollte man das Gehäuse zur weiteren Bearbeitung einspannen.
  
Gehäuse2  
Dann stich man vorsichtig die Bohrung zum herausdrücken des Hinterteiles aus. Als Drehstahl schleife ich mir einen alten Gewindebohrer zurecht. Mit der Körnerspitze sollte man die Dose nicht zu fest drücken. Dann rizt man mit dem Meißel vorsichtig die Dose an und prüft das Maß. Stimmt alles,dreht man das Futter von Hand rund und stellt vorsichtig zu. Wenn man den Deckel vollständig herausgetrennt hat, sollte man die Bohrung noch sauber entgraten.
  
Gehäuse3  
Im nächsten Schritt trennt man mit einem Winkelschleifer und einer dünnen Trennscheibe vorsichtig den Boden der Dose am dicken Rand entlang auf. Auch hier sollte alles entgratet werden.


______________________________________________________________________________________
Alle Texte, Abbildungen und Zeichnungen © D. Thomé-Manske u. R. Kreutz.
Evtl. Objekte, die nicht von uns sind, sind gekennzeichnet.
Webdesign by webmaster@technik-tuefteler.de
Last update: 08.05.2004
E-Mail: infos@technik-tuefteler.de
URL: http://www.technik-tuefteler.de