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Kurbelgegäuse
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Das Kurbelgegäuse besteht aus 40 mm Vierkantalu und ist in drei Teile aufgeteilt.
Der vordere Teil nimmt die Kurbelwelle samt Lager auf.Hier ist auf die Ausführung der
Lagerpassungen zu achten. Das Mittelstück ist das eigentliche Kurbelgehäuse,
auf dem der Zylinder montiert wird.Auch hier ist,wie bei den meisten Drehteilen,
ein 4 - Backenfutter notwendig.Der hintere Deckel nimmt das Getriebe zum antreiben
der Nockenwelle auf.
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Die Kurbelwelle
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Die Kurbelwelle ist nicht gehärtet, sondern aus einem Vergütungsstahl gefertigt.
Beim drehen dieser Stähle sollte man mit geringer Drehzahl und ausreichender Schmierung
arbeiten. Der Kurbelzapfen besteht aus einem eingepressten Zylinderstift.
Dieser hat eine gute Festigkeit und eine geschliffene Oberfläche.
Die Mitnehmerscheibe für das Getriebe greift auf den Kurbelzapfen und
treibt so über zwei weitere Zahnräder die Nockenwelle an. Die Zahnräder sind
Normteile der Firma Mädler.
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Das Nockenwellengehäuse
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Das Nockenwellengehäuse wird aus einem Rundstab gefertigt und
nimmt die beiden Kugellager für die Nockenwelle auf.
In dieses Gehäuse werden auch die Bronzeführungen für die Stößel
eingesetzt.
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Die beiden Stößel werden auf der einen Seite zur Aufnahme der
Stößelstangen
angebohrt und auf der anderen Seite nach Zeichnung geschliffen.
Zum schleifen des entsprechenden Radius nimmt man einen Rundstab aus Aluminium mit
dem passenden Durchmesser und bohrt seitlich ein Loch mit dem Stößeldurchmesser
durch.
Durch dieses Loch steckt man den Stößel und schleift den Radius bis an den Alustab.
Die Nocken hab ich ,abweichend vom Plan,einzeln verstellbar gemacht.
Sie werden durch eine Madenschraube auf der Welle gehalten.
Somit kann man mit verschiedenen Nockenstellungen den Motor und dessen Leistung individuell
einstellen. Die Nocken sind aus Silberstahl gefertigt und gehärtet.
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Der Zylinder und der Zylinderkopf
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Der Zylinder besteht in der Bootsversion komplett aus Grauguß und hat eine
gehohnte Lauffläche. In der Propellerversion hab ich die Laufbüchse mit 2 mm
Wandstärke aus Grauguß gedreht und einen Alumantel mit Kühlrippen aufgeschrumpft.
Dieses hat sich im Flugbetrieb bewährt und es gab keinerlei Hitzeprobleme.
Pleuel und Kolben sind nach Zeichnung zu fertigen. Sowohl beim Zylinder,
als auch beim Kolbendurchmesser sollte man sich nach verfügbaren Kolbenringen richten.
Hier ist ein Millimeter mehr nicht schlimm. Nur sollte man das Kompressionsvolumen
nachrechnen und durch abdrehen des Zylinderfußes auf etwa 8,5 einstellen.
Das Kolbenspiel darf bei einfachem Alukolben 0,06 bis 0,08 mm betragen.
Alles andere führt zum klemmen des Kolbens. Zur sicherung des Kolbenbolzens hab
ich 1 mm Scheiben aus Messing eingelegt.
Der Zylinderkopf ist das schwirigste Teil dieses Motors.
Viele Funktionen gilt es zu vereinen. Er nimmt die Ventile für den Gaswechsel und
die Glühkerze auf und dichtet den Zylinder ab.
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Die Ventieltassen werden aus Bronze vorgedreht und in den Zylinder eingepresst.
Danach gehe ich so vor. Ich spanne ein dickeres Alurundmaterial ins Futter
und plane dieses sauber ab. Nach entfettung mit Bremsenreiniger tropfe ich
etwas mitteldicken Sekundenkleber auf den Kopf und drücke die entsprechende Bohrung
vorsichtig mit dem Reitstock und einer festen Spitze an.
Nachdem der Kleber fest ist, kann man vorsichtig mit dem Ausdrehen der Ventilsitze
beginnen. Dieses Verfahren ermöglicht problemloses Spannen von Teilen, die aussermittig
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gebohrt sind. Ebenso kann man die Bohrungen für die Tassen im Kopf nach dem anbohren
mittels Zentrierbohrer auf einer Bohrmaschine ausdrehen.
Die Ventile werden aus Edelstahlschrauben gedreht.Den Schaft sollte man mit best
möglicher Oberfläche fertigen und in die Führung einschleifen.Hierzu hab ich
Zahnpasta verwendet. Den Ventilsitz schleift man mit entsprechender Paste aus
dem KFZ Bereich ein. Bitte keine Paste auf dem Schaft gelangen lassen.
Die Führung des Ventiles sollte etwas stramm sein. Spiel zerstört den
Ventilsitz sehr schnell, weil das Ventil immer auf einer Ecke aufsetzt und dann
auf den Sitz gleitet. Die restlichen Kleinteile stellen bei der Fertigung kein Problem dar.
Wer sich für die Propellerversion des Motors entscheidet sollte die Kurbelwelle entsprechend
ändern. Zum Schluß sei gesagt, daß der Trucker kein Rennmotor ist,
sondern ein zuverlässiger Alltagsantrieb. Das Mehrgewicht gegenüber anderen
Motoren lässt sich meist durch der entspechenden Einbau anderer Komponenten ausgleichen.
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Einige Fotos vom fertigen Motor, teils im Einsatz
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Bei diesem Modell handelt es sich um den Motorsegler Dimona der Firma Webra.
Sie ist ausreichend mit dem Trucker motorisiert.
Wer interesse am Nachbau dieses Motors hat, der kann sich hier per Mail direkt an den
Konstrukteur wenden: Jürgen Heinen
Der Bauplan kostet ca. 25 Euro.
Für fertigungstechnische Fragen betreffend, stehe ich gerne zur
Verfügung.
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