Nach mehreren Jahren Turbinenbau habe ich nun meinen ersten Modellmotor gebaut. Der Motor ist
nach einem Bauplan von Jürgen Heinen entstanden und eignet sich sehr gut als Einstieg in
die Materie. Auch halten sich die Kosten dieses Projektes im Rahmen.
Außer den Normteilen wie Lager, Passtifte und Schrauben wurde alles von mir selbst
gefertigt.
Die Qualität des Bauplanes ist sehr gut und alle Teile sind mit etwas Geschick ohne
großen Maschinenpark zu fertigen.
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Eine Drehmaschine und eine Ständerbohrmaschine sollten schon vorhanden sein. Die anderen
Rohteile wie Alu und Kurbelwellenstahl kann man in fast jeder stahlverarbeitenden Firma
kaufen oder aus deren Schrottkiste bekommen. Nach etwa 3 monatiger Bauzeit fand der
Erstlauf am 1.April 2001 in meiner Werkstatt statt. Man kann sich die Freude vorstellen,
als der Motor ansprang und die Bude nach ca. zwei Minute voller Rauch stand. Als in den
darauf folgenden Tagen noch einige Probleme gelöst wurden, drehte der Motor mit einer
12 x 6 Luftschraube ca. 4800 Umdrehungen.
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Das sollte reichen, um ein leichtes Modell in die Luft zu befördern. Am 9. Mai war es dann
soweit. Die Dimona stand am Start. Nach leichtem anschieben und waghalsigem Start flog sie.
Also reichte der Schub zum Fliegen aus. Nun versuche ich nach und nach die Drehzahl zu steigern.
Als erstes habe ich die Verdichtung und die Nockenwelle geändert.
Mitlerweile läuft der Motor sehr zufriedenstellend. Die Verdichtung wurde von 6,2
auf 9 erhöht und der Nockenantrieb geändert. Die Drehzahl liegt nun bei
etwa 6800 U/min. Einige Flüge in der letzten Woche haben gezeigt, daß ein
sicherer Start möglich ist und daß das Modell problemlos fliegt.
Als weitere Maßnahme habe ich den Vergaser von 5,5 mm Durchmesser auf 6 mm Durchmesser
aufgebohrt. Diese recht einfache Maßnahme hatte einen riesen Erfolg. Bei den folgenden
Probeläufen wurden sogar Drehzahlen über 8000 U/min erreicht.
Da hiermit die Grenzen des Bronzepleuels erreicht sind, werde ich versuchen die Drehzahl mit
anderen Luftschrauben im Bereich von 8000 U/min einzustellen. Jetzt bleibt nur noch die
Nockenwelle übrig. Hier werden Ventielüberschneidung und Öffnungszeiten optimiert.