Wer kennt das nicht? Ein Modell stürzt ab und der Motor hat einen Schaden erlitten.
Wenn Kurbelwelle krumm ist oder das Gehäuse defekt ist sind wir meist gezwungen,auf teure
Ersatzteile zurückzugreifen. Wer aber im Besitz einer Dreh- und Fräsmaschine ist,
der kann sich mit etwas Geschick und Arbeitseinsatz diese Ersatzteile auch selbst fertigen.
Als Rohling hat bei diesem Gehäusevorderteil eines 10 ccm Webra-Motors ein Alurundmaterial
von 50 mm Durchmesser gedient.
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Zu erst hab ich die Seite des Gehäuses gefertigt, die später am Motor befestigt wird.
Hier bohrt man zuerst eine Bohrung durch das ganze Gehäuse, die 1 mm kleiner ist,
als der zu fertigende Durchmesser. Dann dreht man diese Bohrung mit best möglicher Oberfläche
auf Maß. Hier läuft später die Kurbelwelle und dichtet auch ab. Somit sollte der Spalt genau
dem Original entsprechen. Als nächstes dreht man den hintern Lagersitz und die Außenkontur.
Nun spannt man den Rohling auf dem bearbeiteten Bund und richtet ihn nach der ausgedrehten
Bohrung genau aus. Der vordere Lagersitz wird als Schiebesitz gedreht.
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Den Winkel der Vergaseröffnung muß man ermitteln und die entsprechende Bohrung vorsichtig bohren.
Hierzu ist eine kleine Fräse sehr hilfreich. Da ein handelsüblicher Bohrer schnell auf der schrägen
Fläche verläuft, hab ich mit einem Fräser vorgebohrt und mit einem Bohrkopf diese Bohrung fertiggestellt.
Nicht zu vergessen ist die Nut, die sich unten in der Bohrung befindet.
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Die Höhe der Anformung kann später durch Feilen fertiggestellt werden. Die genaue Lage hab ich am
Original so genau wie möglich von einer vorhandenen Kante aus gemessen und dann mit Hilfe einer
Spitze in der Spannzange auf dem Rohling angefahren. Diese Arbeit ist etwas schwierig,
aber mit der entsprechenden Sorgfalt auch zu meistern. Nachdem nun auch diese Bohrung fertiggestellt
ist, sollte man alles sauber entgraten und die Kurbelwelle hineinstecken. Jetzt sollten der
Ansaugschlitz der Kurbelwelle und unser Vergaserhutzen fluchten.
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Ist das der Fall, hat man es schon fast geschafft. Nur noch die notwendigen Befestigungsbohrungen
anreißen und bohren. Mit diesem Rohling wäre der Motor bereits lauffähig.Aber unser Teil soll ja auch gut
aussehen. Desshalb kann man jetzt auf der Fräse und einem Rundtisch die äußere Form anpassen. Hierzu hab
ich die Stege, die später stehenbleiben sollen, angerissen und dann den Vierkant auf der Gehäuseseite gefräst.
Das Teil in ein Futter auf den Rundtisch spannen , den Kopf der Fräse in den errechneten Winkel schwenken
und alles Unnötige bis auf die Rippen wegfräsen.Bei dieser Arbeit ist Augenmaß gefragt.
Zum Schluß das Gehäuse anschrauben und die Kontur des Motors mit kleinen Feilen nachfeilen. Jetzt alles
sauber entgraten und mit Wasser und Seife reinigen, Lager einsetzen und Kurbelwelle montieren.
Hier darauf achten, daß das vordere Lager mit dem Innenring an der Kurbelwelle und nicht an unserem Gehäuse
anliegt. Sonst die vordere Lagerbohrung etwas nachdrehen. Dreht sich alles leicht und ohne schleifen, können
wir den Motor wieder montieren und laufenlassen. Ich hoffe , ich hab den Einen oder Anderen dazu animieren
können, seinen defekten Motor auch einmal reparieren zu wollen.