Tip's zum Bauen eines Punktschweißgerätes (Rudolf Kreutz)
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  Allgemein
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Auf dieser Seite will ich Anregungen zum Bau eines einfachen Punktschweißgerätes geben. Da das größte Problem wohl die Beschaffung eines geeigneten Transformator's ist kann man sich eines einfachen Trick's bedienen. Ich habe mir in einem Baumarkt ein billiges und einfaches Elektrodenschweißgerät im Angebot gekauft. Dieses kostet in der Regel zwischen 80 und 140 DM. Ein Passendes Gehäuse kauft man so gleich mit. In diesen Billiggeräten ist meist ein Transformator der klassischen Art. Diesen kennt man bestimmt noch aus dem Physikunterricht.

Schweißgerät Schweißgerät

Nachdem man den Deckel abgeschraubt hat sieht man den Transformator. Die Spule, an der der Netzstecker befestigt ist, bleibt vorerst unverändert. Von der Spule mit dem dickeren Draht lösen wir alle Verbindungen und sägen das Kupferkabel mit einer Säge oder einem Minnischleifer an. Dann zieht man das gesamte Kabel vom Transformatorkern ab. Um diese leere Spule wickelt man nun 2-5 Lagen dickes Kupferkabel. Gut geeignet ist Starthilfekabel. Die Isolierung muß aber unbeschädigt sein. Mit der Anzahl der Wicklungen kann man den Schweißstrom einstellen. Man sollte mit 5 Windungen beginnen und sich durch Versuche an die optimale Windungszahl herantasten. Hat man diese gefunden, kann man die beiden Kabelenden durch die vorhandenen Löcher im Gehäuse stecken und Anschlußpole für die Schweißzange anlöten. Die Kabel dürfen ruhig etwas länger sein. Auf keinen Fall sollte man einen Schalter in diesen Kreislauf setzten. Dieser würde, wegen des hohen Schweißstromes, nicht lange halten.

Schweißgerät Schweißgerät

Zum ein - und ausschalten des Schweißstromes sollte man einen kleinen Schütz oder ein kleines Relais verwenden. Ich habe einen 12 Volt Schütz eingesetzt. Dieser wird mit einem kleinen zusätzlichen 12 Volt Transformator gespeist und über ein altes Pedal einer Nähmaschine bedient. Die Schaltkontakte des Relais schleift man einfach in die Zuleitung mit dem Netzstecker ein. So schaltet man den Transformator bequem mit dem Fuß ein und aus und hat die Hände frei zum halten der Schweißzange. Meine Schweißzange besteht aus zwei Flacheisen die scherenähnlich miteinander verbunden sind. Die Messingelektroden an der Spitze sind beweglich, um auch die Innenrohre der Brennkammern an den Deckel punkten zu können. Hierfür schwenkt man nur die Elektroden so weit vor, daß sie den Deckel nicht berühren.

Schweißgerät Schweißgerät

Auf den Bildern kann man das Schütz und die Schweißzange erkennen. Um längere Rohre zu punkten eignen sich Kupferrohre aus der Wasserinstallation gut. Dieses Rohr spannt man in einen Schraubstock und schiebt das zu schweißende Blechteil darüber. Am Rohr selbst befestigt man ein Ende des Schweißkabels. Für das andere Ende fertigt man sich einen Holzgriff mit einer Messingelektrode. Diese drückt man nun auf die Naht des Bleches und betätigt kurz den Fußschalter. So setzt man einen Punkt an den Anderen. Man sollte aber nicht nur von einer Seite her schweißen. Durch die Wärme verzieht sich sonst das Bauteil. Damit wäre das Punktschweißgerät fertig.
Bleche bis 0,8 mm dicke lassen sich problemlos schweißen. Ob ein Punkt hält lässt sich einfach testen. Man punktet zwei Blechstreifen mit einem Punkt aufeinander und löst diese Verbindung durch verdrehen beider Streifen. Wenn man nun auf einer Seite ein kleines Loch sieht, war die Verbindung in Ordnung.

Schweißgerät

Auf den Bildern kann man das Schütz und die Schweißzange erkennen. Um längere Rohre zu punkten eignen sich Kupferrohre aus der Wasserinstallation gut. Dieses Rohr spannt man in einen Schraubstock und schiebt das zu schweißende Blechteil darüber. Am Rohr selbst befestigt man ein Ende des Schweißkabels. Für das andere Ende fertigt man sich einen Holzgriff mit einer Messingelektrode. Diese drückt man nun auf die Naht des Bleches und betätigt kurz den Fußschalter. So setzt man einen Punkt an den Anderen. Man sollte aber nicht nur von einer Seite her schweißen. Durch die Wärme verzieht sich sonst das Bauteil. Damit wäre das Punktschweißgerät fertig.
Bleche bis 0,8 mm dicke lassen sich problemlos schweißen. Ob ein Punkt hält lässt sich einfach testen. Man punktet zwei Blechstreifen mit einem Punkt aufeinander und löst diese Verbindung durch verdrehen beider Streifen. Wenn man nun auf einer Seite ein kleines Loch sieht, war die Verbindung in Ordnung.


  Hinweis
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Da dieses Gerät mit Strom arbeitet muß man Sicherheitsvorschriften beachten. Eine ordentliche Erdung und gewissenhafte Auführung der Verbindungen ist das Mindeste. Im Zweifel sollte man eine Elektrofachkraft zu Rate ziehen. Denn es besteht Lebensgefahr bei unsachgemäßer Bauausführung. Ich übernehme auch keine Haftung für irgendwelche Schäden, die durch den Nachbau oder die Anwendung des Gerätes entstehen. Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Nachbau.

Bei Fragen oder Problemen kann man mich hier erreichen:  Mail


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